Lustgarten Potsdam

Der Lustgarten Potsdam befindet sich unmittelbar gegenüber des alten Marstalls, also dem heutigen Filmmuseum Potsdam und ragt an das Hotel Mercure heran. Zusammen mit dem Alten Markt, dem Hafelufer und dem Stadtschloss bildet er ein Ensemble mit Abgrenzungen zur Stadt und Sichtachsen aus der Stadt heraus. So wird der Lustgarten mit Blickrichtung zur Stadtmitte vom Filmmuseum, dem Museum Barberini und dem Stadtschloss sowie der St. Nikolaikirche umrandet.

Die Geschichte des Lustgartens beginnt schon 1589, als er als dreieckiger Renaissance-Garten auf einem Plan zu finden war. Er war anfangs der Schlossgarten der Kurfürstin Katharina und wurde später zum Lustgarten es Stadtschlosses. Unter dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg wurde der einst dreieckige Garten in eine rechteckige Form gebracht.

Auf dem Lustgarten befindet sich das Neptunbassin, welches bei einer Umgestaltung 1695 unter Friedrich I. entstand. Auf der westlichen Seite des Lustgartens befand sich früher bereits das Stadtgrenze. Danach folgte Sumpfland in Richtung Breite Straße stadtauswärts.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Lustgarten optisch verändert. Es entstand ein Sportplatz auf dem Garten und das denkmal Friedrich Wilhelm I. wurde zerstört. Unter der SED-Führung wurden im Zuge der Errichtung einer neuen, sozialistischen Stadtmitte das Stadtschloss und die eisernen Gitter des Gartens abgerissen und das Neptunbassin zugeschüttet. Das Interhotel entstand und ist bis heute als Hotel Mercure in Betrieb.

Zur Bundesgartenschau 2001 erhielt der Lustgarten eine weitere optische Erneuerung. Das in der DDR erbaute Stadion wurde beseitigt und die historische Form wiederhergestellt. Im Zuge dessen wurde auch das Neptunbassin restauriert.